Perspektive

Juli 3, 2009 at 9:51 ((Nicht)Wissen, Literatur, Lyrik) (, , )

Jeder Blick ist sichtbar

Jede Geste, jedes Wort

gibt deinen Augen meine Seele  preis

wenn ich unvermittelt meinen kopf wende

hin zu dir

und mich frage, wer du bist

denk ich nicht dass dein blick

meinen bricht, anzieht und bändigt

fliehe ich ganz schnell und lass die augen fliegen

an irgendeinen anderen punkt mir nicht bewusst

dass auch dann, wenn ich sie nicht mehr auf dich richte

du mein Gesicht ganz offen

und in seiner Abgewandtheit siehst

so wie ich deines,

inwendig

Permalink Kommentar schreiben

under the impression of an english angel

Juli 3, 2009 at 9:46 (Egomanie, Literatur, Lyrik, alltäglicher Wahnsinn) (, , , , )

not today but possibly tomorrow she will dwell again in sorrow

back in line she will decline for fear and anguish will prevail

forcing on her deprivation, bringing forth the need to borrow

from her undetermined neighbours who emotionless remain

following the path of Kain, weeping over the death of him

who lives. the emptiness beneath, ahead, around

the shrieking noises, creeping soil, only the coil

on my finger lets me linger on, holding ground

numbing the sound hearing the voices

from behind. you are not kind you force me

to surrender to your pre-existing will

i cry out let me know, let me see

but you can never be

more than a picture in my mind an impression on my skin (from within?)

the whispering path of my thoughts, could be…

but you will never  clear this doubts, the blur of my view,

take away the weakness from my body

my mind can never understand like yours

or be sure about his course

i only follow hoping that the path will lead

to a purer tomorrow without pain and sorrow

[...]

You are a child.. no you are. Me? Not at all, i’m as old as life can be, bending backwards on my knee over all this time that came to me and passed and circled round never to end. now you are here and keep me near i don’t know why i hold your hand you take suspense for permanence in no way other than your mother. child, you, little one, young one, unknowingly wise, why you despise the world you see only with your eyes, its your heart that cries, because its afflicted, addicted to ideals, more than there can ever be.

Permalink Kommentar schreiben

Mein Laptop ist kaputt

Oktober 18, 2008 at 2:12 (alltäglicher Wahnsinn)

Wie ein Sarg liegt er auf dem Flügel, schwarz und tot. Wiederbelebungsversuche durch Stromstöße scheitern, das Herz schlägt nicht mehr, es schweigen die Tasten. Ich sitze davor und kann es nicht fassen, ein Teil meiner Seele habe ich diesem Gerät anvertraut und jetzt lässt es mich im Stich und nimmt diesen Teil mit sich ohne schlechtes Gewissen: Was nicht funktioniert, funktioniert eben nicht. Da hilft kein Hämmern, kein Heulen, kein Bitten, keine sehnsuchtsvollen Beteuerungen. Hoffnung wird leer, wenn sie an 0en und 1en stößt, da gibt es kein Dazwischen, keine Tänze im vagen. Meine Bilder, meine Gedanken, meine Musik… meine Arbeit, meine Routinen, meine Wege vom Ich zum Du, Worte, Worte, Worte, weg. Alles weg.

Eine Einsicht in das Prinzip von Ursache und Wirkung, von Möglichkeit und Unmöglichkeit, von Ich und Nicht-Ich, fehlgeleiteter Übertragung. Es – Er – funktioniert nicht. Sein Name ist (war?) Marvin. Aus „Hitchhikers Guide through the Galaxy“ von Douglas Adams. Ein Samsung R70 Despina, ganz schwarz und schlank und in seinem Inneren eine mehrdimensionale Tiefe, in die ich sorglos alles werfen, alles projizieren konnte. Aber jetzt versagt die Zuhandenheit, und in seinem puren Vorhandensein ist er nur noch ein Sarg, vor dem ich schweigend sitze.

Der Container – nein, die Illusion des Containers, die Vorstellung überhaupt etwas sichern, speichern, festhalten zu können – ist abhanden gekommen. Was bleibt ist die stille Aufforderung den Verlust zu akzeptieren und neu aus ihm zu schöpfen. Der große Brand. Phönix aus der Asche…

Mein Kopf ist so leer, es zieht zugig in seinen Synapsen, schmerzhaft und wehleidig.

Ach Marvin…

Permalink 1 Kommentar

neuer Tag

Oktober 14, 2008 at 12:31 (Egomanie, Musik, alltäglicher Wahnsinn)

Irgendwann um 11:11 aufgewacht, Kaffee, Zeitung, beim Duschen besuchen mich sinnlose Worte „Im Wasser schaukeln die Grachten, sacht schunkeln darauf Passagiere zu schnulzigen Liedern. Lieber spring ich ins Wasser, ins brackige, um tiefer zu tauchen und lausche dem Rauschen in meinen entfremdeten Ohren. Objektiv ist das was Anderes, doch gleich ob ichs erkenne oder nicht: Es ist blub.“

Bach gespielt während die Haare langsam etwas trocknen, Präludium und Fuge in Cis, mit geschlossenen Augen. Bin nicht Glenn Gould, nicht mal ein Untergeher, nur eine Träumerin, ihre Eintrittskarte zum Transzendentalen selig erklimpernd. Disziplin!

Mein Freund ist mittlerweile auch aufgestanden, 11:11 hat sein Wecker geklingelt, doch blieb er liegen. Er will von diesem Tag nur einen kurzen Kuss und dann wieder schlafen. Schlafen ist gut.

Meine Maske angelegt. Wer werde ich heute wieder sein? Schüchtern, stolz, arrogant, dominant, peinlich, kalt, sanft, erkenntnishungrig, fragend, sehnsuchtsvoll, träumend, selbstverliebt, blind, sehend? Actio und Reactio, Ursache und Wirkung, Karmapa Chenno.

Permalink 1 Kommentar

calling for the wind

August 27, 2008 at 12:54 (Nachtgedanken)

i am calling for the wind to wipe me away
distances too hard to bear
between you and me
lies no bridge of understanding
only fragments of mirrors circling round
i can’t see what is behind
was this contact
or just a memory picked up from a dream
this threat of separating alienation
self-defining uniqueness
oh mind, just give it up!
how long does it have to be
till i will call for the wind
to be free

Permalink Kommentar schreiben

i wish i could paint this moment

August 25, 2008 at 11:48 (Nachtgedanken)

just how it is, floating. dark clouds moving, forming pictures, faces in my mind. the sound of Bach played by Jacques Loussiers Trio, arcades of notes on strings, grooving in a jazzy rhythm, high and low and in between thoughts of divinity.

the chirring of a cricket, the cry of a lonely bird in the night. a bat scanning the roofs, hushing like a shadow over the city. the silence of the streets, the distant light of a window. clouds, again, stars coming out from above them, revealing their past.

lying on my back, feeling nothing but gravity and aviation, second for second just persisting in being, seeing art reveal itself in the sky, ever moving. the wind of a late summer stroking over my face, the music in my ears, the clouds and the sky, my back and my feet, my reflections,  a picture in my mind.

Permalink Kommentar schreiben

Diana Krall

August 25, 2008 at 9:50 (Musik)

hm vielleicht sollte ich kurz etwas zu ihr schreiben… vielleicht ist es aber auch überflüssig, weil sie wirklich sehr bekannt ist, zumindest für eine Jazz-Musikerin. Ihr Album „The Look of Love“ erreichte immerhin mehrfachen Platinstatus und „When I look into your eyes“ war Album of the Year (das erste Jazz-Album in 25 Jahren). Man kann also durchaus sagen, dass Diana Krall so etwas wie ein Star ist. Aber trotzdem wirkt ihr Album „The Girl in the other Room“ von 2004 etwas weniger glatt, weniger abgehoben wie die Vorgänger. Statt nach dem Genre zu gehen und alte Standards zu interpretieren hat sie den Mut, eigene Lyrics zu schreiben und Songs zu komponien (The Girl in the other Room, Narrow Daylight, Abandoned Masquerade, I’m Coming Through, Departure Bay). Das Album wird dadurch sehr persönlich, man spürt geradezu die Grade ihrer eigenen Verfremdung, ihres Kampfes um Integrität, Liebe… und all dies in diesem so wunderschönen Ton, diesem layed-back Rhythmus, diesem jazzigen Feeling, bei dem man einfach nicht anders kann als im Stuhl oder Gras zurückzusinken, loszulassen und sich verrauchte Jazzkeller vorzustellen, an denen einsam und in kleinen Gruppen Menschen sitzen, schweigend, mit Augen zur Bühne, wo ein Trio aus Schlagzeug, Kontrabass und Klavier diese Musik hervorbringt, die alle in ihren Bann zieht. Die Stimme über allem, natürlich, Diana Kralls tiefe, sinnliche Stimme, aber auch ihr Klavierspiel, ihre Improvisationen… ein wunderbares Album, das man immer wieder hören kann, von einer wunderbaren, verehrungswürdigen Frau.

Permalink Kommentar schreiben

„only the fools know what it means“

August 24, 2008 at 2:00 (Musik)

Permalink Kommentar schreiben

Fokus durch mentales Training?

August 23, 2008 at 11:04 ((Nicht)Wissen)

Der geistige Körper (FAZ-Artikel 23.08.08 )

Hm vielleicht sollte ich das auch mal probieren. Ich habe definitiv zu viele chaotische Gedanken in mir, die es in geordnete umzuwandeln gilt. Egal welches Ziel man verfolgt, Konzentration und Kontrolle schadet nie. Unser Gehirn ist ja leider die meiste Zeit über eher wie so ein von selbst laufendes Rad an dem unser Ego wie ein Kaugummi an der Lauffläche klebt. Hormon hier, Synapse da, Achtung, Spannungsabfall im vorderen rechten Schläfenlappen: Was wollte ich gerade noch gleich?

Wer denkt denn normalerweise schon über das eigene Denken nach, wohin es führt, wohin nicht, und warum es das tut. Nun ich tue es, aber nur weil ich ziemlich unzufrieden bin mit seiner/meiner Performance. Im Verlaufe dieses Introspektionsprozesses kann ich auch immer wieder bewusste Entscheidungen treffen, die, wenn ich sie nur erfolgreich umsetzen könnte, mich aus meiner Lethargie reißen könnten. Aber es funktioniert nicht. Habe ich nicht genug Faktoren in meine Überlegungen mit einbezogen, z.B. meine anderen Ichs, die alle absolut keinen Bock auf Veränderung haben?

Ein bißchen Hoffnung macht mir dabei dieser Spiegel-Artikel: Gen-Forschung: Bruch des bösen Zaubers

Es ist schon seltsam, die ganzen Debatten über freien Willen und Geisteswissenschaft vs. Naturwissenschaft (Pro & Contra: Kommen Sie doch in mein Labor! ->Man beachte auch die Kommentare) zu verfolgen. Man steht da als Subjekt und Objekt seiner Handlungen und versucht einfach nur krampfhaft, die Kontrolle zu behalten. Und gerade als man es aufgegeben hatte, es begründet aufgeben durfte, weil man davon ausging, dass man sie vom wissenschaftlichen Standpunkt aus sowieso niemals hatte (Libet-Experiment), kommen andere und behaupten wieder das Gegenteil, mysteriöse Schicksalsflüssigkeiten, die durch meinen Körper wandern, gesteuert doch letztendlich von „mir“. Wobei die Frage wer „ich“ ist, natürlich immer noch aussteht…

Permalink Kommentar schreiben

Morgenlektüre

August 22, 2008 at 12:28 (Philosophie und Sprache)

Permalink Kommentar schreiben

Nächste Seite »